Fehling bestimmt: „Alle Wandergesellen bekommen wieder eine kleine Geldspende…!“

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Thomas Fehling sagt: „Ich widerspreche dem erzeugten Eindruck, dass im Rathaus Gäste nicht freundlich und angemessen bedient werden.“ Foto: Archiv

Bürgermeister Thomas Fehling hat entschieden: Von nun an bekommen Wandergesellen in Bad Hersfeld neben dem obligatorischen Stempel auch eine kleine Geldspende. Foto: Archiv

UPDATE (10.08 Uhr): Auf KA-Anfrage, wieviel Geld die Wandergesellen von der Stadt Bad Hersfeld bekommen, sagte Thomas Fehling:  „Wir werden keinen genauen Betrag nennen. Der Grund: Wir möchten nicht, dass es zu einer Art Konkurrenzdenken mit anderen Gemeinden kommt, wer die höhere Geldspende zahlt.“

Ende Juli berichtete der KA über zwei Wandergesellen („Unschöner Empfang – Wandergesellen wurden abgewiesen“), die sich beschwerten, weil sie im Hersfelder Rathaus abgewimmelt wurden und keine Geldspende erhalten hatten. Bürgermeister Thomas Fehling versprach in einem Leserbrief (Fehling: „Ich widerspreche…“): „Wir werden die Handhabe überprüfen.“ Gesagt getan, nun bekommen Wandergesellen in Bad Hersfeld wieder eine kleine Geldspende. Hier die Pressemitteilung dazu:

Bad Hersfeld. Nach den traditionell geltenden Zunftregeln sollen „alle ehrbaren Handwerksmeister, Bürgermeister und Behördenleiter die Wandergesellen unterstützen und dazu beitragen, dass sich die Zunftsgesellen allen Orts ehrbar und rechtschaffen betragen.“

Seit mehreren Jahren war es im Rathaus in Bad Hersfeld die Regel, dass die Gesellen auf Wanderschaft nur noch das Dienstsiegel in ihr Wanderbuch bekamen, eine finanzielle Unterstützung war nicht vorgesehen. Um diesen Missstand zu bereinigen, hat Bürgermeister Thomas Fehling nun entschieden, dass künftig alle Wandergesellen, die während ihrer Walz das Rathaus in Bad Hersfeld besuchen, im Informationsbüro im Erdgeschoss des Rathauses neben dem obligatorischen Stempel in das Wanderbuch eine kleine Geldspende erhalten.

Bürgermeister Fehling möchte damit wieder an den alten Zunftregeln festhalten und mit dieser Unterstützung die Wandergesellen im Rathaus herzlich willkommen heißen.

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Alle Artikel zum Thema „Wandergesellen“ finden Sie HIER in unserem Archiv.

Unschöner Empfang – Wandergesellen wurden abgewiesen

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20 Kommentare

  1. Der größte Looser bist Du selbst. Schreib Deinen Schwachsinn, wenn was von Heringen oder Ries kommt. Hier hast Du keine Ahnung, DUMBO!
    Keinen rot(h)en Heller gäbe es von mir für diese Bettler! Wenn die Vögel echt gewesen wären, hätten sie nicht noch in den Geschäften gebettelt. Hier hat sich das Pack mit den Federn von Wandergesellen geschmückt!

  2. @ Optimist:
    Ich bin gegen jede Form des FdP-Gedankentums, weil es nur einer elitären Gruppe nutzt, aber nicht der Allgemeinheit, leider lief bisher die cash-orientierte Unterschicht der FdP nach, wie den Musikanten.
    Bei Hr. Fehling denke ich inzwischen, er kann die Kurve noch kriegen, wenn er sich von seinen Parteiloosern los bekommt.

    • Dann machen sie es doch kurz und bündig so wie ich. “Ich bin gegen alles”, hauptsache es geht mir gut.

  3. Nach Splitt aufsammeln, Toilettenschilder im Rahmen eines Qualitätsmanagements erneuern und sonstiger Untätigkeit hoffe ich im Interesse unserer Kreisstadt, dass der Bürgermeister endlich Format gewinnt!!

  4. Unter Boehmer gab es auch nicht so eine Panne, wie im Büro von Fehling.

    • Stimmt. Da hielten alle dicht.

    • Genau… und die abgeblitzten Wandergesellen hielten auch dicht.

  5. schau ma einer gugg…..
    da haben sich doch neulich alle darüber aufgeregt, dass die beiden wandergesellen keine geldspende bekommen haben und jetzt stellt sich heraus, dass schon lange vor fehling nur noch der stempel verteilt wurde. ich frage mich ernsthaft, warum dieser zustand nicht schon zu böhmers zeiten angeprangert wurde. ein schelm, wer böses babei denkt…..

  6. Auch wenn ich ihre Politik nicht immer gut finde, aber: Ich finde diese Entscheidung sehr gut, meine Hochachtung Hr. Fehling.

  7. Au Backe, die Leser lassen sich mal wieder gehörig über´n Tisch ziehen, wenn der Kreisanzeiger Herrn Fehling als den “Retter altehrwürdiger Traditionen” darstellt! Fehling hat NICHTS zu entscheiden, mit Ausnahme seiner Verfügungsmittel als Bürgermeister (gedacht für die Runde Bier bei der Feuerwehr oder ähnlichen). Also Damen & Herren des Kreisanzeigers, recherchiert demnächst besser und achtet stest darauf, dass ein Bürgermeister NICHTS zu entscheiden hat – es entscheidet stets der Magistrat (bei der Ausführung) und die Stadtverordnetenversammlung bei finanziell betroffenen Dingen. Ach ja, der KA ist doch so ein treuer Freund von Herrn Bock. Herr Fröhnert, warum gehen Sie nicht mal auf eine Bock´sche Schulung zur Kommunalverfassung?

    • Wenn das Wegegeld von Hersfelder Bürgern und Geschäftsleuten für diesen Zweck gespendet wird ,hat der Magistrat das nicht zu entscheiden.

    • Zitat: “achtet stest darauf, dass ein Bürgermeister NICHTS zu entscheiden hat”

      Warum wurde beim Boehmer nicht darauf geachtet?

  8. Rechtlich einwandfrei. Ausgewogen zum Wohle aller Parteien.

  9. Da will ich mich mal unbeliebt machen und aus Wikipedia zitieren: “..Wenn der Wandergeselle in eine fremde Stadt kam, hielt er mit Hilfe eines dazu bestimmten Schaumeisters oder Schaugesellen Umschau, indem er in bestimmter Reihenfolge die Werkstätten aufsuchte und um Arbeit fragte. Fand er keine, bekam er bei bestimmten Zünften (in Norddeutschland: bei den sogenannten geschenkten Ämtern) ein kleines Zehrgeld geschenkt und reiste umgehend weiter. ”
    Das Geld gabs also von der Zunft, heute Innung, nicht von den Städten.
    Die Städte gaben den Stempel, das Siegel, als Nachweis, dass durchgereist wurde.
    Die ganze Diskussion ist also ziemlich künstlich aufgebauscht und eigentlich daneben.

  10. Ein wahrer Mann von Welt….. Oh, Mann………..

  11. Gut reagiert, Hr. Fehling.
    Eine Entscheidung in diese Richtung haben auch sehr viele erwartet. Weiter so.

  12. Was ist eine kleine Geldspende ? 1 Euro, 10 Euro , 100 Euro
    Kein Problem bei leeren Kassen, müssen halt einige Parksünder mehr aufgeschrieben werden.
    Allerdings war mir bisher nicht klar, dass Wanderburschen auch Bettelburschen sind.

    • Das hat was mit Tradition, Bodenständigkeit, Kultur, Ehre und Respekt zu tun, das verstehst du nicht, Nemo ;-)

    • Hallo Nemo,

      Wir haben eben bei Thomas Fehling nachgefragt (siehe UPDATE von 10.08 Uhr).

      Gruß

  13. Na es geht doch! Gratulation zu dieser Entscheidung, Herr Fehling.