„Staphylokokken! Heringer Bad wieder dicht!“… unser Print-Aufmacher am Sonntag…

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Heringen. Nach dem „Pseudomonaden-Vorfall“ vom Sommer 2010 ist das Heringer fritz kunze bad in dieser Woche abermals geschlossen worden. Betroffen diesmal: Der Hallenbadbereich. In Proben waren Staphylokokken festgestellt worden. Daraufhin veranlasste Heringens Bürgermeister Hans Ries die Schließung.

Allerdings sei die Situation nicht so dramatisch, wie sich das zunächst anhöre, so der Bürgermeister auf KA-Anfrage. Ries: „Zu keiner Zeit hat eine Gefahr für die Badegäste bestanden. Das Badewasser war zu jedem Zeitpunkt absolut in Ordnung!“ Vielmehr hätten sich die Bakterien im Schleim der Pumpensümpfe befunden.

Staphylokokken! Heringer Bad wieder dicht – Hans Ries: „Es bestand zu keiner Zeit eine Gefahr!“

Staphylokokken! Heringer Bad wieder dicht – Hans Ries: „Es bestand zu keiner Zeit eine Gefahr!“

Die Stadt Heringen hatte ihr Hallenbad mit dem Wasser aus dem Naturbad befüllt. Ries: „Das war unser Fehler. Die Grundidee, die dahinter steckte, war eigentlich keine schlechte: Wir wollten Wasserkosten sparen. Bei 800.000 Litern keine kleine Summe.“ Mit Feuerwehrpumpen war das Wasser aus dem Natur(frei)bad in das Hallenbad gepumpt worden.

Doch schon bald kamen die Probleme: Die Filter setzten sich zu. Ries: „Zunächst wussten wir gar nicht, warum und wieso. Wir waren ratlos.“ Das Heringer Bad ist mit einer hochmodernen Ultrafiltrationsanlage ausgestattet. Ries: „Vergleicht man das mit der Automobilbranche, dann haben wir mit unserer Anlage einen Erlkönig.“

Bis man dem Problem „auf die Schliche gekommen“ sei, habe es einige Zeit gedauert. Doch jetzt ist klar: Die Anlage kann das Naturwasser aus dem Freibad nicht filtern. „Und da hilft auch alles Chloren nichts“, so Ries.

Zur aktuellen Situation gab es am Freitagabend eine „Krisensitzung“ im Heringer Rathaus. Teilnehmer: Konstrukteure des Herstellers, Dr. Dieter Gobrecht (Leiter Fachdienst Gesundheit beim Landkreis), Dr. Ulrich Schmelz (Leiter des Wasserlabors der Universitätsmedizin Göttingen), Hans Ries und andere…

Beschlossen habe man jetzt, das Wasser komplett abzulassen und es neu aufzufüllen. Ries: „Und das unter Aufsicht des Herstellers, des Landkreises und des Göttinger Wasserlabors.“ Das werde rund zwei Wochen dauern, angesichts der großen Wassermenge und dessen, dass das Wasser ja auch noch erwärmt werden müsse.

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Über Karsten Knödl

Redaktionsleiter | Kreisanzeiger Hero Medien GmbH

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111 Kommentare

  1. Freibeuter ich wette das du bald wieder schwimmen kannst.Ich kann dich beruhigen der Herr Gobrecht vom Gesundheitsamt wird dich nicht in ein verseuchtes Bad schicken.